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Travel Diary // 1 Tag in Salzburg

Letzten Freitag ging es für einen Tag nach Salzburg. Genauer gesagt hatten wir genau sieben Stunden Zeit in Salzburg, danach ging es auch schon wieder zurück ins Burgenland. Manch einer möge meinen, ein Tag in Salzburg reicht vollkommen aus um alles gesehen zu haben. Mir kam es nicht so vor, ich wäre gerne länger geblieben und habe mich (wieder) in die Stadt verliebt.

Salzburg hat eine sehr schöne historische Altstadt, die aber recht überschaubar ist. So konnte ich bei meinem Tagesausflug – trotz der wenigen Stunden Aufenthalt – einen ersten Eindruck von der zauberhaften Geburtsstadt Mozarts bekommen. Hier meine Tipps für einen Tagestrip nach Salzburg:

24 Stunden in Salzburg – Die Route

In Salzburg angekommen steige ich am Hauptbahnhof aus, mit dem Bus (z.B. Linie 1 oder 2) ist man in zwei Stationen bereits beim Mirabellplatz, der recht zentral gelegen ist. Von hier aus sind wir Richtung Altstadt gelaufen, denn ihr galt hauptsächlich unser Interesse. Sie wurde mit ihren einzigartigen Gebäuden und Gassen im Jahre 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Vom Bahnhof ist man sehr schnell im Schloss Mirabell und dem Mirabellgarten, eine wunderschöne Gartenanlage, in der man trotz der vielen Touristen gut abschalten kann. Der Weg durch den Mirabellgarten führt zur Salzach, die durch Salzburg fließt.

Nachdem wir die Salzach überquert haben sind wir auch schon mitten im Zentrum angelangt, die Getreidegasse ist nur mehr einen Katzensprung entfernt. Sie ist die berühmteste historische Gasse der Stadt und gleichzeitig eine der wichtigsten Einkaufsstraßen. Nicht zuletzt wurde hier am 27. Januar 1756 im Haus mit der Nr. 9 Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Ihm zu Ehren befindet sich ein Museum in seinem Geburtshaus.IMG_5078 IMG_5070Von der Getreidegasse ausgehend erkunden wir die restliche Innenstadt, der Dom steht ebenso wie der Residenzplatz auf unseren Plan, über den man zur Alten Residenz, die ehemalige fürsterzbischöfliche Palastanlage, gelangt.

Das Wahrzeichen von Salzburg ist jedoch die Festung Hohensalzburg. Sie thront auf einem Hügel über der Stadt und ist der größte erhaltene historische Wehrbau Mitteleuropas. Zur Festung kann man durch einen längeren (und steilen) Spaziergang gelangen oder mit der Standseilbahn (kostet 2,10€) den Hügel hinauffahren. Aus Zeitgründen haben wir diese Sehenswürdigkeit ausgelassen, so blieb uns leider auch die wunderschöne Aussicht auf Salzburg und auf die bergige Umgebung der Stadt verwehrt.

Wir schlenderten also weiter in der Altstadt, langsam bekamen wir auch Hunger und stärkten uns mit einem köstlichen Flammkuchen und Pasta. Wir überquerten wieder die Salzach und waren auch schon in der Linzergasse angekommen, sie entwickelt sich immer mehr zum Geheimtipp für kleine, exklusive Boutiquen und ist neben der bekannten Getreidegasse also sehr empfehlenswert.

IMG_5152Entlang der Salzach und vorbei am Schloss Mirabell, der Andräkirche und Mozarts Wohnhaus geht es wieder zurück zum Hauptbahnhof, die obligatorischen Mozartkugeln werden unterwegs natürlich auch noch schnell gekauft.

Anreise
Von Wien aus bietet sich eine Zugfahrt an, damit erspart man sich gleich mal die Parkplatzsuche in Salzburg und kann die Fahrt (mit kostenlosen Wlan) durch Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg noch mehr genießen. Die Hinfahrt habe ich mit der ÖBB bestritten, retour ging es mit der Westbahn. Und letztere kann ich auch definitiv empfehlen! Auch freitags bekommt man auch ohne Ticket (im Gegensatz zur Öbb) problemlos einen Sitzplatz (first come first serve-Prinzip), das Ticket kann man auch gleich direkt in der Westbahn kaufen.  Die Fahrt dauert ca. 2,5 Stunden und eine einfache Fahrt liegt bei rund 24€ (die Öbb kostet ohne Vorteilscard doppelt so viel), hier empfiehlt es sich auch vor der Fahrt mal die Website der Westbahn nach aktuellen Angeboten zu erkundigen. So hat mein Bruder beispielsweise noch das “Sommerticket”-Angebot bekommen und hat für die Hin- und Rückfahrt nur 33€ gezahlt, das Ticket wäre für die Dauer von Juli bis Anfang September gültig gewesen.

Ein 24h-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Salzburg kostet nur 3,40€! Einzelfahrscheine sind sogar noch günstiger. Vom Hauptbahnhof gelangt man auch schnell zu Fuß in die Innenstadt, am besten vom Bahnhof aus direkt nach links, Richtung Mirabellpark gehen.

Rund um den Bahnhof sind momentan noch viele Baustellen, davon sollte man sich nicht abschrecken lassen.

IMG_5107Sehenswertes

Nach einem Altstadt-Rundgang bietet sich ein Besuch des Mönchsbergs an, hinauf geht es mit dem Lift. Berg- und Talfahrt kosten 3,40€. Am Mönchsberg kann man einerseits die wundervolle Aussicht auf die Stadt genießen, andererseits den Berg als Ausgangspunkt für weitere Spaziergänge nutzen.

Am Mönchsberg findet sich auch das Museum der Moderne, ein kühler, grauer Betonbau mit weiten Gängen. Neben den wechselnden Ausstellungen beherbergt das Gebäude auch das M32, ein Restaurant, das direkt im Museum der Moderne liegt und einen wundervollen Ausblick bietet. Die Küche ist bodenständig, preislich aber doch im teureren Bereich.

IMG_5060IMG_5063Ein Spaziergang im Mirabellgarten und Schloss Mirabell lohnt sich ebenfalls sehr. Die Garten- und Schlossanlage ist wirklich toll begrünt und trotz der Touristenmassen einen Besuch wert.

Wer etwas länger in Salzburg ist und mit dem Auto angereist ist, kann sich kulinarisch im Ikarus im Hangar 7 verwöhnen lassen. Danach besucht ihr entweder das umliegende Salzburger Land und einen der vielen Seen, zum Beispiel den Fuschlsee, oder aber ihr stattet dem Schloss Hellbrunn, dem Park und den Wasserspielen einen Besuch ab.

Da ich in Salzburg bis auf die Mozartkugeln und ein paar Magazine für die Heimfahrt nichts gekauft habe und in keinem Geschäft war, kann ich leider leider keine großen Tipps für das Shoppen in Salzburg geben. In der Altstadt findet man die bekannten Ketten wie New One, Zara, Interio, aber auch ein paar kleine und nette Läden, wie beispielsweise gleich zwei Stores der italienischen Marke Rinascimento, abseits der großen Einkaufsstraßen.

IMG_5087Kulinarik
Außer den Salzburger Nockerl ist die Stadt vor allem für eines bekannt: die Mozartkugel. Sie wurde 1890 von einem Salzburger Konditor kreiert, die Mozartkugeln der Konditorei Fürst gelten als das Original, mangels Schutzrecht gibt es aber zahlreiche Nachahmer. Wir haben die Kugeln aus dem Hause Fürst und die Mirabell Mozartkugeln gekauft, letztere haben mir deutlich besser geschmeckt, da einfach weniger Marzipan verarbeitet wird.

Wir haben uns im Vorhinein wenig Gedanken gemacht bzw. recherchiert, welche Lokale in Salzburg so empfohlen werden und uns einfach in ein ansprechendes Lokal in der Linzergasse gesetzt. Unseren Lunch hatten wir im Café-Bistro Pepita beim Kapuzinerberg, ein kleines Lokal welches sich auf Flammkuchen, Baguettes und Nudeln spezialisiert hat. Wir saßen im ruhigen Innenhof, die Bedienung war flott und sehr freundlich und für ein Lokal mitten in der Innenstadt stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis absolut.

IMG_5131IMG_5132Die Spezialität des Hauses, der reichlich belegte Flammkuchen Pepita, für 8,90€ und die Spaghetti Mafioso für 8,90€

Für die Empfehlung einer Freundin, für das Abendessen und Drinks ins Flavour in der Imbergstraße zu gehen, hatten wir dann leider keine Zeit mehr. Das Lokal soll super stylish sowie der Service, die Küche und das Ambiente top sein!

Für unseren nächsten Besuch steht ein Besuch im Ikarus im Hangar 7 an, hin und wieder sollte man sich einfach kulinarisch verwöhnen lassen. Eine tolle Aussicht samt leckeren Frühstück (oder Drink am Abend) kann man auf der Steinterrasse, die Dachterrasse des Hotel Stein genießen.

Fazit
Hach, der Tagestrip nach Salzburg war zwar kurz, hat aber durchaus ausgereicht um die Innenstadt kennen und lieben zu lernen und etwas aus dem Alltag rauszukommen. Ich könnte mir wirklich gut vorstellen, mal eine Zeit lang in Salzburg zu leben, so sehr hat mir die Mischung aus Stadt und Land und die Architektur gefallen.

Mein Bruder und ich sind uns auch ziemlich einig, dass wir auch nächsten Sommer ein bis zwei Tage in Salzburg verbringen werden. Oder doch noch diesen Winter, Salzburg in der Vorweihnachtszeit stelle ich mir ziemlich toll vor! Pläne für das nächste Mal haben wir bereits jetzt. Und zwar möchte ich das Rösthaus und Café 220 Grad und das Bräustübl besuchen. Ebenso geplant ist ein Spaziergang zum Kapuzinerberg oder zur Festung und in das Nonntal. Und ein Frühstück im  Museum der Moderne am Mönchsberg mit Blick auf die ganze Stadt. Mal schauen. Eines ist jedoch gewiss: Ein Tag Salzburg ist nicht genug.

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3 comments

  1. Salzburg im Advent ist so schön! Die ganze Altstadt ist wunderschön beleuchtet und der Christkindlmarkt ist ein Traum. Von meiner Heimat aus ist Salzburg etwas über eine Stunde entfernt, da machen wir fast jedes Jahr einen Ausflug zum Christkindlmarkt weils einfach so schön ist!

    1. Hach, den Kommentar habe ich gerade meinen Eltern vorgelesen und ein Ausflug nach Salzburg vor Weihnachten ist so gut wie fix <3 Das klingt wirklich toll!

  2. Hey, schön zu lesen, dass dir Salzburg gefallen hat. Ich bin aus Salzburg und wenn man liest wie jmd Außenstehender die Stadt betrachtet, sieht man auch gleich wieder eher die positiven Dinge :-) liebe Grüße und ich hoffe, wir sehen dich in der Adventszeit wieder ;-)

    http://www.qoolart.com