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Schnell mal nach Prag // Übernachten, Anreise und die besten Aussichtspunkte

Es gibt wenige Städte, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt und jede Minute, die ich dort verbracht habe, wirklich genoßen habe. Am Pfingstwochenende in Prag ist mir genau das passiert, vielleicht weil ich im Vorhinein nicht so viele Erwartungen an die Stadt hatte?! Und weil ich die Stadt eben so schnell in mein Herz geschlossen habe, wollte ich euch  unbedingt ein kleines Travel Diary zeigen. Obwohl wir nur zwei Tage in Prag waren, waren die Eindrücke und Fotomasse so groß, dass ich sie nicht alle in einen Beitrag quetschen möchte.

Im Vorfeld unserer Reise waren wir mit einigen Fragen konfrontiert: Reisen wir mit dem Auto oder bequem mit dem Zug an? Wie viel Geld soll ich wechseln? Welche Reisedokumente brauche ich? Welches Hotel ist empfehlenswert? Brauchen wir Tickets für die Öffis oder erkunden wir die Stadt doch lieber zu Fuß? Wo gibt es nette Lokals und in welchem Café sollte man in Prag gewesen sein?

Im ersten Teil meines Reiseberichts möchte ich euch über unsere Anreise und warum wir uns doch gegen den PKW entschieden haben, außerdem eine Hotelempfehlung für die goldene Stadt und die besten Aussichtspunkte um Prag von oben zu sehen berichten. Hier meine Tipps für die Reisevorbereitung:

prag_10 tipps_11. Anreise

Bus, Bahn, Auto oder Flugzeug: Die Anreisemöglichkeiten nach Prag sind vielseitig. Wir haben uns für den Zug entschieden, da es von Wien aus sehr gute Direktverbindungen gibt, wir Staus an dem Wochenende (Pfingsten) umgehen wollten. Wenn man die Zeiten für Check-In, Wartezeiten und Weg von und zum Flughafen abzieht, dann dauert die Fahrt mit dem Zug gar nicht mal so viel länger. Direkte Verbindungen nach Prag gibt es u.a. aus Hamburg, Berlin, München und eben auch Wien. Wir haben gleich den ersten Zug morgens vom Wiener Hauptbahnhof nach Prag genommen, Abfahrt: 07:07 Uhr und Ankunft in knapp 4 Stunden 15 Minuten später in Prag. Leider hatten wir bei der Hinfahrt wegen technischer Probleme eine Stunde Verspätung und der Zug war ab der tschechischen Grenze so voll, dass die Leute am Gang stehen mussten. Eine Sitzplatzreservierung am Wochenende ist also mehr als empfehlenswert!

Angebote für die einfache Fahrt nach Prag gibt es bereits ab 19€, fährt man so wie wir an einem Wochenende mit Feiertag und zu der beliebten Morgenzeit, steigt natürlich auch der Preis. Wir sind hin mit der zweiten Klasse und retour mit der ersten Klasse gefahren, WLAN gab es auf der gesamten Strecke gratis.

Der Hauptbahnhof Praha hlavní nádrazí liegt zentral in direkter Nachbarschaft zum Wenzelsplatz und dem Nationalmuseum. Von hier fahren die Züge in alle Richtungen und Länder ab, der Hauptbahnhof hat direkten Anschluss an die Metrolinie C und ist nur eine Station vom Wenzelsplatz entfernt.

prag_10 tipps_hotel falkensteiner mariaprag_10 tipps_falkensteiner hotel mariaprag_10 tipps_hotel falkensteiner 2 mariaQuelle Foto 3 und 5: Falkensteiner Hotels & Residences

2. Unterkunft: Hotel Falkensteiner Maria

Gleich vorneweg: Nein, hier wurde nichts gesponsert. Weil unser Aufenthalt in Prag so kurz war, haben wir uns gegen Airbnb und für ein Hotel samt Frühstücksbuffet entschieden. Wir haben im Hotel Maria von der Falkensteiner-Kette geschlafen, das Hotel liegt in Bahnhofsnähe. Gerade abends war es aber trotzdem nicht zu laut, durch die zentrale Lage haben wir schlussendlich auch keine Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft, sondern sind alles zu Fuß abgegangen.

Sauberkeit und Freundlichkeit des Personals war anstandslos, das Frühstücksangebot im Hotel war sehr reichlich. Von frischen Obst und Gemüse, verschiedene Fischvarianten, frischer Lachs, selbstgemachte Aufstriche, Wurst und Käse (auch tschechische Spezialitäten) und süße Gebäckvarianten war alles dabei und es wurde auch relativ zügig aufgefüllt. Während dem Frühstück fiel uns auch auf, dass im Falkensteiner großteils Senioren und Familien genächtigt haben. Man muss sich also auch nicht mit verkaterten Männergruppen – die zum Poltern nach Prag kommen – das Buffet teilen ;)

3: Cash, Baby!

Tschechien ist zwar Mitglied der Europäischen Union, Zahlungsmittel ist aber nach wie vor die Tschechiche Krone. Wir haben mangels Reisevorbereitungen erst vor Ort Geld gewechselt bzw. einfach dort bei Bankomaten abgehoben. Findet man eine Bankfiliale der eigenen Bank (in unserem Fall die Raiffeisen-Bank), war es sogar eine Spur günstiger als in den vielen Wechselstuben, welche es an jeder Ecke in Prag gibt.

4. Prag von oben: Die besten Aussichtspunkte

Man darf auf keinen Fall verpassen, sich die Stadt von oben anzusehen! Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Gestaunt habe ich bei meinem zweitägigen Kurztrip von folgenden Aussichtspunkten aus:

Turm am Altstädter Rathaus (Staroměstská radnice): Der Altstädter Ring mit seinen prachtvollen Bauten aus den unterschiedlichsten Epochen und Baustile ist einer der schönsten Plätze in Prag.  Rund um den Platz gehen mehrere, kleine und sehr verwinkelte Gassen ab. Zu jeder vollen Stunde kann man das Figurenspiel der berühmten Astronomischen Uhr (Orloj) bewundern und den Turm hochgehen und den Blick auf die Altstadt genießen.

Ein Spaziergang auf die Burg gehört zu einem Prag-Aufenthalt einfach dazu. Die Aussicht ist toll, der Spaziergang nach oben war für unsportliche Menschen wie mich zwar etwas steil, aber es lohnt sich! Das Burgareal und die Gegend drumherum ist sehr groß und weitläufig. Am Weg zur Burg sollte man das goldenen Gässchen nicht auslassen, was uns leider passiert ist. Irgendwie haben wir es nämlich beim Aufstieg verpasst und auch der Eintrittspreis (ja, abgsehen von den frühen Morgenstunden und abends muss man Eintritt zahlen, um in diese Gasse zu kommen) hat uns etwas abgeschreckt.

Zu den beliebtesten Ausflugszielen Prags gehört auch der Letna Park mit Blick auf die Moldau. Das 25 Hektar große Parkgebiet ist geprägt von Waldzonen und grünen Wiesen, viele Prager und auch Stadtbesucher gehen hier spazieren, drehen ihre Joggingrunden oder machen ein gemütliches Picknick mit bester Aussicht auf das historische Zentrum Prags.

Eine Sehenswürdigkeit ist der Hanavský Pavillon, eine Eisenkonstruktion, die ursprünglich für die Weltausstellung im Jahre 1891 entworfen wurde. Im Pavillon ist heute ein angesagtes Restaurant mit Biergarten untergebracht. Eine weitere Attraktion auf dem Gelände des Letna Parks in Prag ist das älteste Karussell Europas.

Im Letna Park wurde 1955 ein großes Denkmal zu Ehren Josef Stalins errichtet, das jedoch 1962 abgerissen wurde. Anstelle des Denkmals wurde 1991 ein gigantisches Metronom angebracht, welches vor- und zurückschwingt.

 prag_10 tipps_4 prag_10 tipps_5prag_zeitstil_3 prag_zeitstil_4prag_zeitstil_5 prag_zeitstil_6 prag_zeitstil_7 prag_zeitstil_8Im zweiten Teil steht dann alles rund um die Themen Essen und Trinken, Shopping und welche Sehenswürdigkeit man trotz kurzem Aufenhalt auf keinen Fall auslassen sollte.

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