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Fastenzeit // 5 Dinge, auf die man verzichten kann – und damit Gutes tut

Mit Aschermittwoch hat gestern auch die Fastenzeit begonnen. Für viele heißt das, bis zum Hochfest Ostern am 1. April auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Doch das Fasten nicht unbedingt nur Verzicht von bestimmten Lebensmittel bedeuten muss, möchte ich euch in diesem Beitrag näher bringen. Es gibt nämlich auch andere Möglichkeiten, enthaltsam zu sein – und damit nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Umwelt etwas Gutes zu tun. Hier einige Ideen, um die Fastenzeit möglichst sinnvoll zu gestalten.

Verzicht auf Smartphone

Der Begriff Digital Detox ist aktuell in aller Munde. Es ist mittlerweile fast undenkbar, ein Leben ohne ein Smartphone in greifbarer Nähe zu führen – oder regelmäßig ins Internet zu gehen. Laut einer Studie von Informatiker Alexander Markowetz, schaut jeder Deutsche im Schnitt etwa 88-mal auf sein Handy. Auch ich ertappe mich regelmäßig dabei, viel zu oft das Handy in der Hand zu haben und unnütze Zeit auf instagram, Facebook und co zu verbringen. Eine Idee wäre es daher, das Smartphone abends gar nicht mehr mit ins Schlafzimmer zu nehmen und somit ohne Ablenkung und in Ruhe einschlafen zu können.

Verzicht auf Palmöl

Vorneweg: Nein, dieser Beitrag ist nicht gesponsert oder in Kooperation entstanden. Dennoch bin ich über die Marke ja!natürlich in letzter Zeit immer aufmerksamer auf die Thematik und vor allem Problematik Palmöl geworden. Palmöl begegnet uns – oft unbewusst – so gut wie immer im Alltag: es ist in Lebensmitteln, in Kosmetik- und Hygieneartikeln und in Tierfutter. Palmöl ist das weitverbreiteste Pflanzenöl der Welt, weiter verbreitet als Olivenöl, Rapsöl etc. und der Berdarf ist in den letzten Jahren sprichwörtlich explodiert. Und genau hier liegt auch das Problem. Aufgrund der hohen Nachfrage werden immer mehr Palmöl-Plantagen angelegt, diese zerstören wiederum ganze Regionen. Palmöl trägt nicht nur massiv zum Klimawandel bei, fördert das Artensterben und schlechte Arbeitsbedingen vorort, sondern ist auch noch unzureichend zertifiziert. Noch mehr Punkte die gegen Palmöl sprechen findet ihr bei Global2000, Melanie vom Blog Das Mundwerk hat sich ebenfalls genauer damit beschäftig. Lest ihren Beitrag dazu, vor allem welche Produkte besonders voll mit Palmöl sind. 

Verzicht auf Zucker

Zucker ist wohl eines der populärsten Beispiele für den Verzicht in der Fastenzeit. „Zucker ist so gefährlich wie Tabak“, so schreibt das „British Medical Journal“ in einer ihrer Ausgaben. Bereits vor einiger Zeit beschäftigte ich mich mit der Thematik, mein ersten Gedanken zum Thema Zuckerfrei in der Fastenzeit findet ihr hier, das Fazit und 5 Learnings nach  40 Tage Zuckerfasten könnt ihr hier nachlesen. Warum auf Zucker verzichten? Laut Ernährungswissenschaftlern kann der Verzicht auf Süßes zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen, lässt die Pfunde purzeln und man fühlt sich ausgeglichener und fitter.

Auch dieses Jahr verzichte ich wieder auf Zucker in der Fastenzeit, damit dieses Experiment für mich aber auch wirklich gut umzusetzen ist, verzichte ich auch dieses Mal nicht auf Fruchtzucker. Im Fokus stehen Süßigkeiten, süße Getränke, Kuchen, Eis und Desserts. Der Vorteil: die bewusste Ernährung verringert Heißhungerattacken und – wer hätte es gedacht – das Verlangen nach Süßem! Da uns der nächste Urlaub ins Land der Patisserie, Croissants und anderen süßen Köstlichkeiten bringt, kann ein sehr reduzierter Umgang mit Zucker die Wochen davor nur sehr von Vorteil sein.

Verzicht auf Autofahren, Rolltreppen oder Aufzüge

Wer nicht der Typ für Diäten ist, nicht auf ein Glas Wein oder ein Stück Schokolade verzichten will, der kann auf andere Weise Verzicht üben. Zum Beispiel bei den alltäglichen Dingen des Lebens, wie beim Autofahren. Einfach mal die 40-tägige Fastenzeit nutzen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, tut dem Körper und der Kondition gut. Aber vor allem auch der Seele, man verbringt weder gestresst dem Feierabend im Abendverkehr, noch muss man die Heimfahrt genervt in den Öffis antreten. 

Wer ein wahrer Stadtmensch ist und sowieso kein Auto bestitzt, hat noch eine andere Möglichkeit im Alltag etwas Fitness unterzubringen. Einfach mal die Treppe statt den Rolltreppen nehmen, zu Fuß in den zweiten Stock zum Büro gehen oder auch die Kiste Mineralwasser in die Wohnung schleppen ohne dafür den Aufzug zu benutzen. Kostet in den ersten Tagen etwas Überwindung und ja, der ein oder andere wird schnell außer Puste sein. Spätestens nach den 40 Tagen ist das aber alles Schnee von gestern.

Verzicht auf Plastikmüll

Spätestens an der Kasse im Supermarkt ist uns im letzten Jahr eines klar geworden: Plastiksackerl wurden entweder ganz verbannt oder zumindest kostenpflichtig. Der Hintergrund ist ganz einfach: Laut EU-Kommission werden in Österreich pro Jahr und Kopf 51 Plastiksackerl verbraucht (Quelle). Mindestens. Die Fastenzeit bietet eine gute Gelegenheit, um mal zu testen, wie viel Plastik man täglich einsparen kann. Selbst in der kleinsten Handtaschen bringt man einen (kleinen) Stoffbeutel unter, vor größeren Einkäufen schnappt man sich einfach einen Rucksack.

Oder auch beim losen Obst und Gemüse auf den Plastikbeutel bei der Waage verzichten. Selber kochen ist nicht nur gesünder, sondern spart auch in der Regel eine Menge an Verpackungszeug von Fertiggerichten. Und wer wie ich auf Zucker in den nächsten Wochen verzichtet, spart sich sowieso gleich eine Menge Plastikmüll. Wasser statt Limo ist die Devise!

Und worauf verzichtet ihr in der Fastenzeit?

Quelle Foto 1&2: pexels.com

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