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#wearemoving // Über die Wohnungssuche in Wien & wie man fündig wird

Die Wohnungssuche ist in vielen Städten ja bekanntlich ein Trauerspiel in 3 Akten, oder auch in mehreren. Einen Umzug geht eine leider oft zeitintensive Wohnungssuche voran. Um ehrlich zu sein hatten wir nie einen Plan A, nachdem wir uns gerichtet haben. Der Wohnungsmarkt – besonders in Wien – ist bekanntermaßen nicht ganz einfach und ich kann euch leider keinen Masterplan verraten. Das einzige was ich tun kann, ist euch zu sagen, was wir dafür getan haben. Den mit der Zeit denkt man nicht nur über seine Ansprüche, mögliche Wohngegenden und das aufgestellte Budget nach. Bei so einer Wohnungssuche lernt man mit der Zeit auch einiges dazu und vermeidet Fehler, die man zu Beginn der Suche noch gemacht hat.
Um bei der Wohnungssuche in Wien erfolgreich zu sein, habe ich nun einige Tipps und Ratschläge für euch parat.

Tipps für die Wohnungssuche in Wien

Suchen und suchen lassen

Will man für die Wohnungssuche nicht Jahre einplanen, kann die Suche in einen Halbtagsjob ausarten. Wir haben jede Menge Zeit in unsere Suche investiert, was bedeutet: sich täglich durch diverse Portale klicken, brav Suchagenten anlegen, Maklern hinterher telefonieren und so ziemlich jeden im Bekannten- und Freundeskreis unser Leid klagen in der Hoffnung, dass jemand wen kennt, der wen kennt, der gerade auszieht und einen Nachmieter sucht.

Mittlerweile muss man aber nicht mehr unzählige Webseiten selbst durchstöbern, sondern kann auch suchen lassen. Gesucht haben wir auf den großen, bekannten Seiten wie willhaben.at, die Immobilienseite von derstandard.at, immobilienscout24.at oder auch wohnnet.at. Über die Immobilienseite von willhaben haben wir dann tatsächlich auch unsere neue Wohnung gefunden. Man muss aber auch dazusagen, dass auf dieser Plattform unheimlich viele Klicks mit den Inseraten erzielt werden und die Wohnungen schnell weg sind. Zusätzlich habe ich auch noch auf anderen Seiten wie z.B. direkt auf den Maklerseiten oder in Facebook Gruppen geschaut. Websites wie Zoomsquare oder die Immosuchmaschine durchsuchen diverse Immobilienplattformen im Netz und liefern gebündelt alle Inserate, die auf eure Suche passen. Ein weiterer Vorteil von Zoomsquare ist, dass es über die reine Bezirkssuche hinausgeht. So kann man genau die Gegend bzw. das Grätzel auswählen, wo man zukünftig wohnen möchte.

E-Mail Alert einstellen

Jede größere Immobilienwebsite bietet die Möglichkeit an, seine Suchanfrage zu speichern und sich, bei neu eingestellten und zu den Suchkriterien passenden Immobilien, per E-Mail benachrichtigen zu lassen. Wichtig ist auch sich zumindest täglich über neue Inserate informieren zu lassen, ist teilweise etwas nervig, aber Inserate (und damit auch Wohnungen) sind in Großstädte wie Wien schneller weg als man Wohnung sagen kann. Vor allen in beliebten Gegenden lohnt es sich immer auf dem aktuellsten Stand zu sein und damit keine Chance zu verpassen.

Schnell sein

Wie schon im vorigen Punkt angesprochen, sind schöne Immobilien, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis passend ist, begehrt wie fast nichts Anderes. Schnell zu sein ist deshalb ein wichtiges Learning bei der Wohnungssuche. Warum? Viele Immobilien in guter Lage sind häufig nur wenige Stunden im Internet inseriert. Makler erzählten uns von dutzenden Anfragen, Anrufen, Whatsapp-Nachrichten und Mails innerhalb weniger Stunden und nehmen daher die Wohnung oft schnell wieder raus. Wenn wir also eine interessante Wohnung gesehen haben, schickten wir uns schnell den Link gegenseitig und griffen schnell zum Hörer, wo wir schon bei nächsten Punkt wären. Screenshots von den Inseraten können übrigens auch nie schaden, da viele Wohnungsinserate wie gesagt schnell wieder offline sind.

Anrufen statt Mailen
Am Anfang haben wir immer E-Mails geschrieben, in denen wir Interesse für eine Immobilie bekundet und nach einem Besichtigungstermin gefragt haben. Ist praktisch und geht schnell, allerdings haben wir auch gemerkt, dass sich leider kaum Makler melden. Man wartet also leider oft vergebens auf Rückmeldungen und Anrufe. Zwar gibt es einige Maklerbüros, die schriftliche Anfragen bevorzugen, wir haben aber weitaus mehr Besichtigungstermine vereinbaren können, wenn wir direkt beim Makler angerufen haben. Auch bei unserer jetzigen Wohnung haben wir es so gemacht, obwohl es schon Freitagabends war, als wir das Inserat entdeckt haben. Zwei Tage später hatten wir schon die Besichtigung und das Inserat war sowieso noch am selben Tag wieder offline. Deshalb: gleich den persönlichen Kontakt zum Makler nutzen und zum Hörer greifen!
Der Besichtigungstermin
Manche Termine haben sich ehrlich gesagt ein wenig wie ein Bewerbungsgespräch angefühlt. Man fährt etwas früher los, plant Pufferzeit ein um pünktlich dort zu sein, schaut sich vorab schon mal die Gegend an und versucht einen positiven Eindruck von sich selbst zu vermitteln. Und trotzdem kann man enttäuscht sein, weil die Wohnung nicht das halten kann, was im Inserat versprochen wurde oder jemand anderer schnappt sie dir vor der Nase weg. Schlussendlich zählt auch hier Qualität vor Quantität, überlegt euch im Vorhinein gut, was ihr eigentlich sucht und vereinbart dann gezielt Besichtigungen. Ansonsten wir die Suche und Fahrerei zu den Terminen schnell zeitfressend und man verliert die Motivation und Lust. Vorbereitung im Sinne von Umgebungschecks und Fragen für die Besichtigung sich notieren wie beispielsweise die Mieterstruktur im Haus können auch nicht schaden.

Wer suchet, der findet
Am Ende war es bei uns eine Mischung aus Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und eine Hausverwaltung die uns wohl nicht ganz unsympathisch fand. Den auch darauf kann es ankommen, nackte Zahlen (bzw. der Gehaltsnachweis) müssen nicht immer der ausschlaggebende Grund sein, warum man eine Wohnung bekommt oder eben nicht. Wir hatten unschöne Massenbesichtigungen, haben viele Mails verschickt ohne jemals eine Antwort bekommen zu haben. Viele Anrufe getätigt, uns die unterschiedlichsten Gegenden angeschaut, hatten selten die Chance, mit den Verantwortlichen ein Wort zu sprechen, sondern mussten uns mit Makler herumschlagen, die wenig bis gar nichts über die Wohnung in der wir gerade standen wussten. Doch am Ende haben wir nicht aufgegeben, haben weitergesucht und waren einfach wir selbst. Die Wohnung gefiel uns von Anfang an und das haben wir auch offen und ehrlich gezeigt.
Abschließend kann ich nur allen Wohnungssuchenden sagen: Kopf hoch, für jeden kommt irgendwann die passende Immobilie! Und hat man die einmal gefunden, den Vertrag unterschrieben und die ersten Umzugskisten ausgepackt, liegen noch viele aufregende Wochen der Einrichtungsphase, Dekoration und dem neuen Wohngefühl vor einem. Demnächst dazu dann mehr, vorab könnt ihr schon mal mein Pinterest-Board nach den Ideen und Wünschen für die Einrichtung durchstöbern!

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