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2016: Vorsätze, Ziele und die Neujahrsmotivation

Wieder geht es gefühlt von vorne los. Erwartungsvoll und optimisch. Ich hab es eigentlich nicht so mit Jahresvorsätzen, denn ich kenne so gut wie niemanden, der sich wirklich lange daran hält und spätestens im Frühling sind die meisten Vorsätze schon wieder vergessen. Aber: ich nehme mir den Januar immer zum Anlass mir ein paar persönliche Ziele zu stecken. Kleine und große Ziele oder Dinge, die ich gerne verändern würde und Angewohnheiten, die ich durchbrechen möchte. Wie zum Beispiel wieder besser zu schlafen und dafür ein Abendritual zu entwickeln. Oder das perfekte schwarze Paar Highheels für die vielen tollen und besonderen Anlässe in diesem Jahr finden. Und mit dem Liebsten zusammenziehen. Und einen zuckerfreien Monat einzulegen.

Neujahrsmotivation finden und aufschreiben. Irgendwann im Jahr muss ich das einfach machen und im ersten Monat fühlt sich das für mich einfach am besten an. Wann ich es umsetze, spielt (fast) keine Rolle und nichts muss ab sofort erfüllt werden. 2016 hat übrigens 366 Tage und somit haben wir noch sehr viel Zeit eines nach dem anderen anzugehen. Also los!

01. Ein Abendritual finden und besser (ein-)schlafen

2015 habe ich leider irrsinnige Schlafprobleme entwickelt, in stressigen Zeiten schlafe ich oft über Wochen hinweg keine einzige Nacht durch. Das raubt unheimlich viel Kraft und Nerven, einige Stress- und Störfaktoren konnte ich schon identifizieren und beseitigen. Obwohl ich nicht mehr nächtelang wach liege, kann ich dennoch oft nicht so richtig tief oder lang schlafen. Um besser ein- und durchschlafen zu können, ist ein wichtiger Vorsatz deshalb ein eigenes, kleines Abendritual zu finden. Folgende Punkte stehen schon mal auf meiner Liste:

  • Jeden Abend rechtzeitig und nicht zu spät das Abendessen kochen, schwer verdauliche Gerichte kommen mir nicht mehr auf den Teller
  • Wirklich immer abschminken. Ich versuche es mit direkt nach dem Abendessen ins Bad gehen und bettfertig machen
  • Schlafanzüge und Pyjamas kaufen die gut aussehen, zusammenpassen und nicht noch aus Teenagerzeiten stammen
  • Einen Kräutertee vor dem Schlafengehen trinken
  • Elektronischen Geräte – vor allem das geliebte Handy – dürfen nicht mehr mit ins Bett, mich weckt schon seit Jahren ein Wecker und nicht (mehr) mein Handy
  • Täglich ein paar Seiten vor dem Einschlafen lesen
  • Tagebuch führen. Umsetzen will ich das mit dem One Line a Day Diary, weil man oft vergisst, wie glücklich einem die kleinen Dinge im Alltag machen. Das Büchlein ist nur leider so ziemlich überall ausverkauft.

02. Mehr Bewegung

Der Klassiker.  Momentan ist schon das Ziel, mich mehr zu bewegen. Mehr zu Fuß gehen, die Treppen statt den Lift in den zweiten Stock zu meiner Wohnung nehmen, eine Straßenbahnstation früher aussteigen und den restlichen Heimweg gemütlich an der frischen Luft verbringen. Pilates und Yoga in den Alltag einzubauen hilft mir gegen Rückenschmerzen und zum abschalten und ganz neu auf der to do-Liste: Einen dieser Pläne durchziehen. Ich liebe es Listen abzuhaken, wenn das dann nicht mal ein Ansporn ist. Und das Fahrrad vom Burgenland nach Wien holen und die nah gelegene Donauinsel damit erkunden. Es langsam angehen, sich steigern und somit nicht wie in den Jahren zuvor die Motivation und Lust verlieren. Das wird schon.

03. Zuckerfrei: Ab in die zweite Runde

Mein Zuckerfrei Projekt hat mir während der Fastenzeit 2015 unglaublich gut getan, aber ehrlich gesagt sind von den vielen guten Vorsätzen und Learnings fast ein Jahr später so gut wie keine mehr übrig geblieben. Ein, zwei Kugeln Eis an warmen Sommertagen, frischer Kuchen im Herbst, die vielen Geburtstagstorten im November und von der Weihnachtszeit brauche ich wohl gar nicht erst sprechen.

Nun starte ich in die zweite Runde: Der Februar wird zuckerfrei. Kein Industriezucker, keine Desserts, Süßigkeiten oder süße Getränke, Cocktails und co. Das Projekt hat mir letztes Jahr einfach zu gut gefallen, um es nicht noch einmal zu wagen, dieses Mal hoffentlich auch mit langfristigen Effekten. Aber auch dieses Mal werde ich nicht auf Fruchtzucker verzichten, weshalb es auch wieder öfter eines meiner liebsten Frühstücksgerichte geben wird: vegane Heidelbeer-Pancakes mit Himbeer-Chia-“Marmelade”.

IMG_814804. Mehr Kochen

Siehe Punkt 3, denn ich habe letztes Jahr gelernt: Zucker ist (fast) überall und somit kommt man nicht über viel selber machen und kochen herum. Kochen habe ich schon immer geliebt, meine winzige Küche mit zwei Herdplatten und einem nicht vorhanden Backofen lassen einem aber faul werden. Spätestens in der neuen Wohnung muss eine geräumige, schöne Küche ein fixer Bestandteil sein. Aber auch jetzt will ich zumindest an zwei Tagen auf das Kantinenessen verzichten und lieber Selbstgekochtes mitnehmen, Lunchideen werden dafür schon fleißig gesammelt.

05. Ein perfektes Paar Highheels besitzen

2016 stehen so einige Feierlichkeiten und besondere Anlässe im Freundes- und Familienkreis an. Der perfekte Zeitpunkt also, um endlich mal in ein ordentliches Paar Absatzschuhe zu investieren, die nicht nur schön aussehen, sondern in denen man auch die ein oder andere (Party-)Nacht durchtanzen kann.  Außerdem machen sie einen so herrlich feminin, ich möchte 2016 öfter aus meiner Komfortzone raus kommen und Absätze tragen. Schwarz, leicht spitz, Wildleder, maximal 8cm Absatz – eine bestimmte Vorstellung habe ich also schon mal, jetzt muss nur mehr ein bequemes Paar gefunden werden!

06. Ein schönes neues Zuhause

2014 bin ich nach Wien gezogen, 2015 raus aus der WG und hallo erste eigene Wohnung. 2016 steht Umzug Nummer 5 am Plan: Die erste gemeinsame Wohnung und byebye Fernbeziehung. Was aber auch bedeutet: Ordentlich ausmisten, die mühsame Wohnungssuche unbeschadet überstehen und gemeinsam ein schönes neues Zuhause schaffen.

07. Ganz persönlich: Bye, bye Uni!

Der größte und wichtigste Punkt auf meiner Liste: Das Masterstudium abschließen und sich Frau Magistra nennen zu dürfen. 5 Jahre Studium waren eine tolle, erlebnisreiche und bereichernde Zeit, aber es ist Zeit für den nächsten Schritt und einen neuen, hoffentlich noch spannenderen Lebensabschnitt. Momentan schreibe ich fleißig an dem Konzept meiner Magisterarbeit, der ersten Schritt – ich sag nur Themenfindung – ist schon mal getan.

08. Viel mehr reisen

Ein weiterer recht klassischer Neujahrsvorsatz. Aber ich beginne mal mit der traurigen Wahrheit: Ich habe Europa noch nie verlassen und mein letzter Strandurlaub war die Maturareise in der Türkei im Jahr 2010. ZWEITAUSENDZEHN. Es wird also höchste Zeit, eine längere Reise zu planen und auch mal über den großen Teich zu fliegen. 2015 war ein großartiges Reisejahr: Barcelona, Prag, Budapest, Salzburg, Dachstein, Nürnberg, München, Graz, Hamburg und Berlin. Was mich besonders beeindruckt hat: Einfach mal ins Auto setzen und die Nachbarländer erkunden. Budapest, Schladming-Dachstein oder Prag sind nur ein paar Autostunden von Wien entfernt und stehen trotzdem viel zu selten auf den Reiselisten. Grob geplant für 2016 ist ein Italien-Roadtrip im Sommer, USA nach dem Masterabschluss (hallo Big Apple <3) und ein paar verlängerte Wochenende zwischendurch in Österreich, Bayern und Kroatien zum entspannen und runterkommen zwischendurch.

ztstl_reisen2015nUnd was sonst noch so auf meinem Neujahrszettel steht:

  • Unter Leuten sein. Mehr (r)ausgehen, die eigene Komfortzone verlassen und alte und neue Freundschaften pflegen
  • Weniger nachtragend sein
  • Agieren statt reagieren. Nicht alles alleine schaffen wollen. Offen sein. Mehr Dinge an- und aussprechen.
  • Täglich draußen sein, mich bewegen, spazierengehen
  • Mir hier vor Ort Genussmenschen suchen, bzw. sie erkennen. Die mit mir in Kochbüchern blättern, neue Lokale besuchen, den Wochenmarkt erkunden, Rote-Bete-Ravioli mit Walnussbutter selber machen wollen und dafür Stunden in der Küche stehen und bei einem guten Gläschen Wein über Gott und die Welt plaudern
  • Wieder mit den Fingerspitzen den Boden berühren können. Und das täglich üben
  • Make-up Pinsel einmal die Woche waschen: Mein Ziel ist es, konsequent einmal die Woche alle gebrauchten Pinsel auszuwaschen. Kostet Zeit, aber die Haut dankt es einem!
  • Mehr Röcke und Kleider tragen: Ich bin und bleibe ein “Jeansmädchen” und denoch möchte ich in nächster Zeit wieder vermehrt luftige (Sommer-)Kleidchen und Röcke tragen
  • Den Körper eincremen: Im Winter pflege ich meine sowieso schon sehr trockene Haut mit verschiedenen Körperölen und reichhaltigen Cremes, in den wärmeren Monaten bessert sich dann der Hautzustand und ich werde ziemlich faul, was das eincremen betrifft. Vor allem die Füße und Ellbogen  werden gerne mal vergessen. Ich gelobe Besserung!
  • Nägel und Hände  besser pflegen: Und noch so ein Punkt. Ich will vermehrt Nagellackpausen einlegen, die Hände zu jeder Jahreszeit brav eincremen, das Nagelbett nicht länger ignorieren und vor allem regelmäßig zur Pediküre gehen! 
Frage an Euch: Habt ihr euch auch Ziele für das neue Jahr vorgenommen oder bereits kleine Etappen gesteckt?

Photo by Jay Mantri

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